Screening von Thrombozytenkonzentraten auf bakterielle Kontaminationen: Diagnostische Methoden und aktuelle Entwicklungen
Zusammenfassung
Die Übertragung von bakteriellen Infektionen durch Transfusion von Thrombozytenkonzentraten (TKs) stellt trotz vielfältiger Maßnahmen (restriktive Spenderauswahl, verbesserte Hautdesinfektion, Verwurf der ersten Milliliter Vollblut) nach wie vor ein ungelöstes Problem in der Transfusionsmedizin dar. Da septische Komplikationen in Zusammenhang mit TKs besonders mit älteren Produkten beobachtet wurden, ist die Haltbarkeit von TKs im Jahr 2008 von 5 auf 4 Tage reduziert worden. Durch bakterielle Screening-Methoden kann sowohl die Blutproduktesicherheit erhöht als auch die Lagerungsdauer wieder auf die ursprünglichen 5 Tage verlängert werden. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über die aktuellen diagnostischen Methoden für das Bakterienscreening von TKs sowie deren Anwendung im Routinelabor.
Transfusion-transmitted bacterial infection by platelet concentrates (PCs) remains an unresolved problem despite the implementation of several measures including improved donor selection, skin disinfection methods and the diversion of the first milliliters of whole blood. Since platelet-related septic complications have been observed particularly with older PCs the shelf life of PCs was reduced in 2008 from 5 to 4 days. Using bacterial screening methods can increase blood product safety and extend the storage period back to 5 days. This article gives an overview of the current diagnostic methods for bacterial screening of PCs and their applicability in a routine setting.
Lohfert-Preis 2014 geht an das „Patient Blood Management“- Programm am Universitätsklinikum Frankfurt
NEUES AUS DER RUBRIK „Was tun wir bei...?“ Dokumentation bei der maschinellen Autotransfusion (MAT)
Wer kennt Benin? Oder : über die Entwicklungszusammenarbeit des Bayerischen Roten Kreuzes / Blutspendedienst mit dem Centre Départemental de Transfusion Sanguine in Parakou, Benin
Zusammenfassung
Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes hat 1987 in Parakou im Zentrum Benins eine Blutbank aufgebaut, die durch Anfangsinvestitionen und Know-how-Transfer eine dem nationalen Niveau angepasste Versorgung mit sicheren Blutprodukten gewährleistet. Über eine alljährliche Evaluierung mit Beratung und persönlicher Unterstützung vor Ort durch die BRK-Delegierte und Mitarbeiterin des BRK-Blutspendedienstes, Ute Wohlfart, wird die Weiterentwicklung des Blutspende- und Transfusionswesens in Benin unterstützt. Ihr hier vorliegender Beitrag schildert die Entwicklung und den derzeitigen Stand der Blutbank in Parakou und liefert darüber hinaus eindrucksvolle Fakten zur Landessituation und zum Gesundheitssystem in Benin.
In 1987 the blood transfusion service of the Bavarian Red Cross established a blood bank at Parakou in Benin. With the help of a start-up investment and the transfer of know-how it is capable of ensuring the supply of blood products according to national standards. By annual evaluation, mentoring and on-site support Ute Wohlfart, Red Cross delegate and member of staff of its blood transfusion service, promotes the advancement of Benin’s blood donation and transfusion system. In her article she relates the development and the actual state of the blood bank at Parakou and, in addition to that, provides striking facts concerning the state of affairs and the health care system of the country.