Die Auswirkung der neuen SoHO-Verordnung auf Frauenmilchbanken – Von der Regulierung zur Umsetzung im Versorgungsalltag
Zusammenfassung
Die EU SoHO-Verordnung 2024/1938 erfasst erstmals auch gespendete humane Milch und legt verbindliche Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit und Meldesysteme fest. Für kleinere Frauenmilchbanken kann die Umsetzung organisatorisch und finanziell anspruchsvoll sein. Gleichzeitig eröffnet die Rollenlogik von SoHO-Einrichtung und SoHO Betriebsstätte kooperative Versorgungsmodelle. Am Beispiel der hessischen Frauenmilchbank im DRK-Blutspendedienst wird gezeigt, wie transfusionsmedizinische Prozesse wie Spenderinnenscreening, Quarantäne, Barcode gestützte Chargenführung und IT-basierte Dokumentation die Versorgung von Frühgeborenen im Alltag verlässlich absichern und bei Bedarf ausbauen können.
For the first time the EU SoHO-regulation 2024/1938 covers donor human milk and hence sets binding requirements for quality, traceability, and monitoring systems. For smaller human milk banks, implementation can be challenging from an organizational and finacial perspective. At the same time, the conceptual framework of SoHO-entities and SoHO-establishements enables cooperative care models. The Hessian human milk bank at the German Red Cross Blood Donation Service serves as an example of how transfusion medicine practices such as donor screening, quarantine storage, barcode-based batch management, and IT-based documentation can assure safe and adjustable neonatal supply.